Abschlusskonferenz „Frauen in Karriere – Chancen und Risiken für Frauen in modernen Unternehmen“ am 11.10.2013 in München

 

Am 11. Oktober 2013 sind auf Einladung des Instituts für Sozialwissenschaftliche Forschung in München und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg rund 200 hochrangige VertreterInnen aus Forschung, Wirtschaft und Politik zur Abschlusskonferenz des Projektes „Frauen in Karriere. Chancen und Risiken für Frauen in modernen Unternehmen“ im Literaturhaus in München zusammen- gekommen. Zur Diskussion standen die wissenschaftlichen Ergebnisse und der Status quo in den Unternehmen. In den Fokus aber rückte vor allem die Frage, was hierzulande in Zukunft passieren muss, damit Frauen Führungspositionen nicht nur erreichen, sondern sich dort auch erfolgreich etablieren können.

Grußwort, Dr. Susanna Schmidt

Für Susanna Schmidt ist das Thema Chancengerechtigkeit eine Frage der Gleichheit, aber auch der wissenschaftlichen Exzellenz und des wirtschaftlichen Erfolgs. Nach ihrer Überzeugung müssen zur Erreichung dieses Zieles nicht die Frauen sich ändern, sondern die Organisationen. Und statt einer gesetzlichen Quote befürwortet die Bildungsexpertin eine flexible Selbstverpflichtung der Unternehmen.

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Keynote, Prof.Dr. Marion Schick

Marion Schick sieht die Unternehmen nur zu einem Teil in der Verantwortung für das Gelingen von Frauenkarrieren. Als weitere entscheidende Akteure seien Politik und Gesellschaft in der Pflicht. Nach ihrer Überzeugung gestalten in allererster Linie Frauen selbst ihre Karriere, aber auch die Lebenspartner und das familiäre Umfeld spielten hierbei eine entscheidende Rolle.

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Bericht aus fünf Jahren Forschung, PD Dr. Andreas Boes und Dipl.-Pol. Anja Bultemeier

Noch ist für Anja Bultemeier und Andreas Boes nicht absehbar, ob Geschlechter- gerechtigkeit in der deutschen Wirtschaft Utopie bleibt oder Normalität wird. Eine historische Chance zu einer strategischen Förderung von Frauenkarrieren besteht nach ihrer Ansicht durchaus. Nach ersten schnellen Erfolgen seien nun die Unternehmen gefragt, den Modernisierungsprozess nachhaltig zu gestalten. Ihre Empfehlung: Statt die Verfügbarkeitserwartungen immer höher zu schrauben, sollten Unternehmen sich dem Leben ihrer Beschäftigten wieder annähern.

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Podiumsdebatte mit Vorständen

Zum Abschluss der Veranstaltung diskutierten Vorstandsmitglieder aus Unternehmen und Verbänden des Partnernetzwerks über ihre persönlichen Positionen, Erfahrungen und Zukunftserwartungen im Hinblick auf das Thema „Frauen in Karriere“ und stellten sich den kritischen Fragen des Publikums. Den größten Handlungsbedarf sahen die ExpertInnen auf dem Podium und im Saal bei den Themen Vereinbarkeit und Verfügbarkeit sowie bei der Realisierung von Teilzeitkarrieren und der Neudefinition von Führung.

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Moderation, Dr. Kira Marrs

Kira Marrs führte als Moderatorin durch die Abschlusskonferenz. Nach ihrer Beobachtung ist das Thema „Frauen in Karriere“ in den Unternehmen angekommen und zählt hier mittlerweile zu den zentralen Zukunftsfragen. Trotz eines spürbaren Umschwungs in Politik und Gesellschaft ist für sie der weitere Verlauf der Entwicklung noch nicht entschieden: „Mit Blick auf die Situation in den Unternehmen finden Optimisten und Pessimisten gleichermaßen gute Argumente. Diese geteilte Stimmungslage zeigt, dass wir uns objektiv in einer historischen Entscheidungssituation befinden.“

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